Samstag, 10. Oktober 2009

Los Angeles - Frankfurt - Basel


Freitag, 31. Oktober / Samstag, 1. November 1997; Wir lassen uns, wie während unseres ganzen Aufenthaltes in USA üblich, ein reichhaltiges Frühstück schmecken mit Rührei, Kartoffeln, Wurst und zahlreichen anderen Zutaten, die das Buffet für uns bereithält.
Bis zum Nachmittag verbringen wir die Zeit mit Lesen am Swimming-Pool des Hotels. Die Badesachen sind versehentlich tief in den gepackten und verschlossenen Koffern versorgt. Niemand hat für den heutigen Tag mit soviel Sonne und vor allem mit soviel Wärme gerechnet.
Der Hotel-Bus bringt uns zum nahen Flughafen, wo wir die letzten T-Shirts einkaufen.
Die Organisation der Lufthansa klappt. Wir erhalten die in Basel seinerzeit vereinbarten Sitzplätze zugeteilt. Der Start nach Frankfurt erfolgt um 13.30 Uhr Ortszeit. Das Wetter ist absolut klar und der Flug verläuft wiederum sehr ruhig. Im Abendrot sehen wir von oben zum Abschied nochmals die rot leuchtenden Canyons.
Es wird schnell Nacht. Die Zeit geht verhältnismässig schnell vorbei mit zwei unterhaltenden Filmen. Mitten über dem Ozean gibts plötzlich Schämpis: Pauli und Boguscha feiern Hochzeitstag !
Nach kurzem Dösen bricht der Morgen an. Es ist bereits November. Nach diesem schönen Flug landen wir sanft in Frankfurt a/M. Das Flughafengebäude gleicht einem Ameisenhaufen. Zudem wird umgebaut. Im allgemeinen Durcheinander finden wir ein gemütliches Beizlein. Die Zeit reicht für einen Drink.
Dann besteigen wir zum letzten Mal ein Flugzeug, d.h. den Lufthansa-Zubringer nach Basel. Bevor wir steigen, rollt die Kiste kilometerweit durch das Pistengewirr. Offenbar ist Sightseeing angesagt.
Es folgt ein kurzer, sonniger Flug. Der hinterste und letzte Platz ist besetzt. Am späteren Nachmittag landen wir in Basel.
Wir sind wieder zuhause. Der Zoll will nichts wissen von uns, was uns auch recht ist.
Eine wunderschöne, harmonisch abgelaufene Reise ist zu Ende gegangen. Alle 4 sind wir uns einig, dass es ein Riesending war, bestens gelungen und ohne Zwischenfall, dafür sehr abwechslungsreich und voller Höhepunkte.

Honolulu - Los Angeles


Donnerstag, 30. Oktober 1997; Wir müssen früh aus den Federn und die Koffer packen. Es geht schnell, wir haben mittlerweile Routine. Zum Frühstück ist es schon heiss, aber wir geniessen es noch einmal.
Den Weg aus der Stadt und zum Flughafen finden wir relativ leicht. Die Rückgabe des Plymouth, den wir nicht oft gebraucht haben, erfolgt ähnlich problemlos, wie eine Woche zuvor in Los Angeles.
Die Delta Airways bringt uns nach L.A. zurück, wo wir gegen Abend landen. Der Flug ist angenehm und die Verpflegung mies. Der Blick auf die Riesenstadt beim Landeanflug ist überwältigend.
Ein Hotel-Bus bringt uns - zum 3. Mal während dieser Reise - zum Hotel Westin, wo wir uns immer sehr wohl gefühlt haben.
Das letzte Nachtessen wird im Hotel-Restaurant zelebriert. Auch der wunderbare, kalifornische Rotwein, der uns während der gesamten Reise verwöhnt hat, fehlt nicht.
Es wird später als sonst; wir wollen den kleinen Rest unserer USA Ferien auskosten.

Waikiki


Mittwoch, 29. Oktober 1997; Noch einmal grandioses Wetter und sehr hohe Temperaturen auch am Schatten. An unserem letzten Tag auf dieser Insel geniessen wir nocheinmal alle Annehmlichkeiten des hiesigen Klimas. Der Pacific zeigt sich von seiner besten Seite: leicht wellig, sauber, angenehm warm und blau oder grünlich - je nach Lichteinfall.
Die Wellenreiter sind weit draussen im Meer zu sehen. Wir nehmen einen bunten, kühlen Drink an der Pool-Bar und wehren uns gegen den Gedanken an die Heimreise.
Den Tag verbringen wir vorwiegend an der Sonne und im Wasser, und am Abend schlendern wir den zahllosen Boutiquen entlang. Ein Fackelläufer eilt durch die Strassen und entzündet hunderte von Gaslichtern: eine Kette von offenen Flammen, die sich auch über die Hotel-Areale zieht. Es ist wohl gut gemeint, aber es passt nicht ganz in das Manhattan-ähnliche Waikiki.
Wir treffen uns nochmals auf der bald legendären, meerseits gelegenen Hotel-Terrasse zum Abendschmaus. Und auch heute werden wir wieder von Hawaii-Guitarren berieselt und von jungen Männern und Frauen betanzt.
Die Athmosphäre ist angenehm und völlig entspannt. Hier kommt keinerlei Hektik auf. Wir geniessen das sehr.

Oahu - Honolulu



Dienstag, 28. Oktober 1997; Und wieder das wunderbare Frühstücksbuffet auf der Hotel-Terrasse bei herrlich mildem Wetter.
Heute fahren wir mit unserem Auto im Westen der Insel Oahu der Strasse am Meer entlang. Prächtige, wechselnde Küstenlandschaften folgen sich und trotz Orts- und Strassennähe finden wir ziemlich einsame, schöne Sandstrände. Die dunkelgrünen Berge fallen sehr steil herab und bilden einen starken Kontrast zum weissen Sand am Ufer. Das Meer ist sehr blau und relativ ruhig.
Die Rückfahrt nach Honolulu führt über ein grünes, dicht bewachsenes Gebirge. Von der Strasse geniesst man einen grossartigen Blick auf einen Teil der ausgedehnten Stadt.
In Honolulu sehen wir uns anschliessend die berühnte, goldverzierte Statue von König Kamehameha dem Grossen an, die vor dem imposanten, alten Gebäude des obersten Gerichts steht. In diesem mit viel Grünflächen und Blumenanlagen aufgelockerten Quartier stehen weitere geschichtsträchtige Bauten wie z.B. der Iolani Palace, der einzige, königliche Palast in USA. Leider ist er geschlossen, sodass die Besichtigung ausfällt.
Und weil es am Vorabend so schön war, speisen wir nochmals im gleichen Gartenrestaurant - hervorragend, diesmal auch der Wein.

Waikiki

Montag, 27. Oktober 1997; Heute herrscht typisch hawaiianisches Wetter. Am Morgen stehen dicke, dunkle Wolken am Himmel. Aber langsam hellt es auf, und bis wir den Swimming Pool erreichen ist es längst wieder schön sonnig und richtig heiss.
Wir pendeln zwischen Liegestuhl, Schwimmbecken, pazifischem Ozean und dem Self-Service Restaurant, wo die Getränke viel günstiger sind.
Es ist wieder ein Ruhetag angesagt. Gegen Abend dann begeben sich die Damen zum Shopping und die Herren finden in Hotelnähe eine gemütliche Bar, wo sie 1-2 Bierchen genehmigen.
Ganz in der Nähe unseres Hotels finden wir ein sympathisches, sehr gepflegtes Garten-Restaurant, dessen Küche wir schätzen lernen. Für einmal - das einzige Mal während unserer ganzen Reise - ist der Rotwein nicht so hervorragend wie sonst. Aber es ist ein sehr angenehmer, gemütlicher Abend. Wir merken gar nicht, dass es während des Essens leicht zu regnen begonnen hat: wir sitzen unter einem Gartenschirm, und warm ist es ja allemal.
Den Schlummertrunk nehmen wir im Hotel-Dancing, einem Ort, der es nicht unbedingt in sich hat.

Pearl Harbour



Sonntag, 26. Oktober 1997; Nach dem Frühstück auf der beliebten Terrasse fahren wir mit unserem Auto nach Pearl Harbour, das nur wenige Meilen von Honolulu liegt. In dieser Bucht haben im 2. Weltkrieg japanische Flugzeuge am 7. Dezember 1941 die amerikanische Flotte hinterrücks überfallen und grösstenteils zerstört.
Eine nicht sehr grosse aber umso eindrücklichere Anlage mit einem kleinen Museum ist zur Besichtigung frei. Es ist auch ein hervorragender Film über den Ueberfall zu sehen.
Während die gesunkenen Kriegsschiffe alle längst gehoben wurden, blieb die "Arizona" auf Grund. Nur die Drehrampe des Geschützturmes ragt noch immer aus dem Wasser der Bucht. Quer über die "Arizona" ist eine Gedenkstätte errichtet worden, wo u.a. in weissem Marmor die Namen aller Soldaten eingraviert sind, die dort ihr Leben verloren haben. Ein Zubringer-Schiff bringt die Besucher hin und zurück.
Die ganze Anlage um die "Arizona" ist heute eine offizielle, nationale Gedenkstätte. Es sind auch für uns sehr bewegende Momente.
Am späteren Nachmittag unternehmen wir noch eine kurze Rundfahrt durch die nähere Umgebung von Honolulu. Eine wunderschöne Vegetation umgibt den Westrand der Stadt.
Ein feines Menu auf der Terrasse des Hotels Sheraton Waikiki rundet den Tag ab.

Waikiki

Samstag, 25. Oktober 1997; Nochmals verbringen wir einen Tag um den Hotel-Swimmingpool. Es ist erneut ausserordentlich heiss, und wir legen uns den ersten, leichten Sonnenbrand zu. Die Pool-Bar wird auch schon ein beliebter Aufenthaltsort. Vorbeiziehende, weisse Wolken lassen uns immer wieder aufatmen.
Im Hotel begegnen wir des öfteren japanischen Hochzeitspaaren in gemieteten Kostümen, die von gemieteten, endlos langen Stretch-Cars in gemietete, privat betriebene Hochzeitskapellen verfrachtet werden.
Wer's billiger mag, heiratet openair auf dem Hotel-Rasen neben dem Swimming-Pool: einige wenige Sitzreihen mit Klappstühlen und vorne ein mit Blumen garnierter Metallbogen. Die Gäste stehen eine Viertelstunde plaudernd daneben und die effektive Zeremonie dauert dann noch ca. 5 Minuten. Fertig ist das Ehepaar. Keine 15 m davon entfernst und nur durch einen dünnen Gartenzaun getrennt, schlafen und schwitzen die Touristen an der prallen Sonne. Eine groteske Szene.
Am Abend ist es etwas kühler. Das einmal mehr hervorragende Nachtessen rundet diesen ruhigen Tag ab. Das Buffet ist unglaublich reichhaltig, und all das bei schönstem Sonnenuntergang und begleitet von der leichten Musik einer wieder neuen Gruppe.

Waikiki


Freitag, 24. Oktober 1997; Wir geniessen ein Riesenfrühstück vom Buffet und nehmen es heute ausgesprochen ruhig.
Die Liegestühle am Swimming-Pool sind nicht gerade das gelbe vom Ei, aber wir geniessen die Ruhe, die Sonne und das angenehm warme Wasser.
Heute kommt es sogar zu einer Première: das erste Bad im Pazifik. Das Meerwasser ist sauber und die Wellen sind nicht hoch. Auch gibt es hier keine Surfer oder lärmige Motorboote, die uns den Badespass verderben könnten.
Der Waikiki Strand (Betonung auf Wai und nicht auf Kiki) ist elend lang und gesäumt von einer Unzahl von mehr oder weniger schönen Hotelkästen, die eng aneinander gebaut sind. Man verspürt deutlich die Zwischensaison, denn es herrscht kein Gedränge, weder bei den Liegen noch am Pool oder im Meer.
Die Temperaturen übersteigen zweitweise 35° C am Schatten. Es hat wenig Wolken und es fällt den ganzen Tag kein Tropfen Regen. Durst ist angesagt.
Gegen Abend spazieren wir durch die Hotelgegend und wundern uns, dass die blödsinnig langen Stretch-Cars eigentlich fast das meistgefahrene Auto in Honolulu darstellen.
Das Abendessen nehmen wir einmal mehr auf der Hotelterrasse ein, wo wir uns stets rechtzeitig einen Tisch reservieren lassen. Wieder Hawaii-Musik und wieder von einem neuen Ensemble.

Los Angeles - Honolulu / Hawaii




Donnerstag, 23. Oktober 1997; Wir sind sehr früh aufgestanden. Einmal mehr frühstücken wir gepflegt, und anschliessend bringt uns der Hotel Shuttle-Bus zum nahen Flughafen. Das Flugzeug startet gegen 9.0 Uhr nach Honolulu auf der hawaiianischen Insel Oahu. Die Delta Airways bietet keinen besonders guten Service. Auch die Verpflegung ist sehr mässig.
Nach ca. 4 3/4 Stunden Flugzeit landen wir in Honolulu. Ein wahnsinnig feucht/heisses Klima empfängt uns. Es hat viel Wolken, regnet sogar kurz und ist recht mühsam. Wir fassen am Flughafen bei Dollar einen Chrysler Stratus (in USA Plymouth) und haben das Hotel Sheraton Waikiki im 3. Anlauf endlich gefunden. Das grosse Hotel steht direkt auf dem berühmten Waikiki Sandstrand und ist zu über 90 % von Japanern bevölkert. In Anlehnung an James Bond nennen wir sie Pfannkuchengesichter.
Gegen Abend wird es wieder schön sonnig, die extreme Feuchtigkeit legt sich etwas und wir starten zu einem Bummel durch die benachbarten Konsum-Tempel mit ihren luxuriösen Laden-Geschäften. Alles, was international einen Namen hat, ist hier vertreten.
Ein Drink an der Pool-Bar geht einem wundervollen Nachtessen auf der Hotel-Terrasse voraus.
Hawaiianische Tänze und von Guittarren begleitete Gesänge unterhalten uns.

Los Angeles - Walk of Fame - Beverly Hills




Mittwoch, 22. Oktober 1997; Wir absolvieren den Walk of Fame nochmals bei Tag und bestem Wetter und fotografieren drauflos. Dann verlassen wir Hollywood Richtung Beverly Hills, d.h. westwärts dem Meer entgegen.
Es geht nur geradeaus, kilometerweit, endlos, aber immer in der Stadt. Die Gegend wird immer ansehnlicher, die Häuser gepflegter und die Leute sind besser gekleidet. Wir kreuzen in den ausgedehnten Villen-Quartieren, wo sich wunderschöne, imposante Wohnhäuser in Blumengärten verstecken. Die langen, geraden, menschenleeren Strassen sind gesäumt von über 20 m hohen Palmen.
Wir sehen uns auch den weltbekannten Rodeo Drive an, die besonders luxuriöse Einkaufsstrasse, wo alles nach teuer riecht - ein Spielplatz der ganz Reichen.
Am Abend geben wir das Auto, das uns nie im Stich gelassen hat, bei AVIS zurück. Eine sensationell einfache Abfertigung: fliegende Mitarbeiter mit Handcomputern nehmen die in Massen einfahrenden Autos in Empfang und drucken in wenigen Sekunden den persönlichen Beleg aus. Fertig.
Der Shuttle-Bus bringt uns ins Hotel Western L.A. Airport zurück. Und einmal mehr belohnen wir uns mit einem feinen Abendessen mit kalifornischem Rotwein.
Die grosse Rundreise ist beendet. Am anderen Tag setzen wir die Ferien fort mit dem vorausgebuchten Flug nach Hawaii.

Los Angeles - Universal Studios




Dienstag, 21. Oktober 1997; Frühstück im etwas ungemütlichen Frühstücksraum im Erdgeschoss des Hotels. Mit unserem Auto fahren wir zu den Universal Studios, die vom Holyday Inn aus leicht zu erreichen sind.
Dieser Freizeitpark bietet die unterschiedlichsten Shows und Darbietungen, zum grösseren Teil angelehnt an das Filmgeschehen der neueren Zeit. Es werden z.B. auch verschiedene Aufnahme-Tricks aus bekannten Filmen gezeigt.
Den spannensten Teil stellt die Rundfahrt durch das Areal der Filmstudios dar, wo auch heute noch gedreht wird. Für die Besucher werden abenteuerliche Szenen nachgestellt, die bequem vom Auto-Zug aus beobachtet werden können. Wir begegnen zahlreichen Original-Schauplätzen aus bestbekannten Filmen wie beispielsweise dem hölzernen Haus aus "Psycho".
Abends schlendern wir über den Sunset Boulevard. Diese elend lange Strasse ist im Bereich von Hollywood eine zwar nicht unschöne aber eher billige Strecke. Der bekanntere und schönere Teil liegt viele Meilen weiter Richtung Beverly Hills. Da sich L.A. bekanntlich über gut 60 km erstreckt, beschränken wir uns auf die Region, die wir vom Hotel aus zu Fuss erreichen können.
Die guten (und höchstwahrscheinlich sehr teuren) Restaurants liegen zu weit weg. Wir finden aber eine glatte, mexikanische Beiz, wo wir nicht nur gut sondern auch mit riesigen Portionen verpflegt werden.

Morro Bay - Santa Barbara - Los Angeles


Montag, 20. Oktober 1997; Nach hervorragendem Frühstück wenden wir uns wieder zur Route No.1 und fahren weiter in Richtung Süden. Das Wetter bessert sich und es wird wieder sonnig und schön.
Ein erster Halt erfolgt in Santa Barbara, wo wir die bekannteste der kalifornischen Missions besuchen. Das Kirchengebäude ist wuchtig und sehr fotogen, das Innere der Mission und der kleine Klostergarten eher etwas bescheiden.
Es folgt eine schöne Fahrt bis nach Los Angeles, wo wir das Holiday Inn in Hollywood auf Anhieb finden. Vom Hotelzimmer aus sehen wir direkt auf den grünen Abhang mit dem berühmten Schriftzug der Filmstadt in Riesenlettern.
Am späteren Nachmittag absolvieren wir den Hollywood Boulevard, wo Sterne mit den Namen der Filmgrössen im Trottoir eingelassen sind. Wir stossen unter hunderten von bestbekannten Namen auch auf den Basler Arthur Cohn. Vor dem Chinese Theatre, dem Ort wo die Oscars verliehen werden, liegen uns die in Betonplatten verewigten Hand- und Schuhabdrucke der Grössten der Grossen zu Füssen. Es ist ein Teil der inzwischen etwas verstaubten Vergangenheit des amerikanischen Films.
Am Abend sitzen wir in der ältesten Pizzeria von L.A. und essen eine hervorragende, riesengrosse Pizza. Das Drehrestaurant auf dem Dach unseres Hotels ist leider nicht mehr in Betrieb.

San Francisco - Big Sur - Morro Bay




Sonntag, 19. Oktober 1997; Den Weg zur Stadt hinaus finden wir problemlos. Wir verlassen San Francisco auf der Route No.1 und peilen vorerst Monterey an. Leider ist es stark bewölkt. Wir besuchen die hiesige Fisherman's Wharf. Viel Volk spaziert den Läden, Verkaufsständen und Restaurants entlang: es ist Sonntag.
Ein Bier auf der Terrasse und dann mit dem Auto weiter über den bestbekannten 17 Mile Drive, eine prachtvolle, kurven- und villenreiche Strasse, direkt der Küste entlang. Auf einer vorgelagerten Felseninsel halten sich hunderte der berühmten, kalifornischen Seelöwen auf. Auch im Wasser bis nahe zum Ufer sind sie zu sehen. Ihr Bellen nimmt man meilenweise wahr, ihren Geruch ebenfalls.
Die Küste ist zudem bewohnt von zahlreichen Wasservögeln, u.a. einer Pelikan-Art, die kleiner ist als die afrikanischen und mit dunklen Federn durchsetzt. Kleine, bräunliche Felltierchen mit buschigen Schwänzen, am ehesten mit Eichhörnchen zu vergleichen, tummeln sich inmitten der Menschen zwischen den Steinbrocken in Ufernähe. Erst später erfahren wir, dass sie "Erdhörnchen" heissen.
Weiter gehts es der Küste entlang (Big Sur) nach Süden mit immer neuen, prachtvollen Ausblicken. Letztlich erreichen wir das Etappenziel Morro Bay mit dem aus dem Meer ragenden, eigenartigen Felsklotz. Es ist dunkel. Das Hotel The Inn finden wir erst nach intensivem Nachfragen. Die Zimmer sind nicht im USA-Einheitslook sondern etwas kleiner und mit herrlichem Kitsch angefüllt.
Im Hotel-Restaurant wird uns ein Top-Nachtessen serviert. Es war einmal mehr ein toller Reisetag.

San Francisco


Samstag, 18. Oktober 1997; Heute nehmen wir das Morgenessen in einem Innerstadt-Restaurant ein, wo jedermann französisch spricht. Ein Zufall, aber eine angenehme Abwechslung.
Der Spaziergang führt uns nochmals in die Gegend der Market Street, wo wir bei Macy's, dem grossen Warenhaus, die etagenfüllende, riesige Weihnachtsausstellung besuchen. Erste Weihnachtseinkäufe finden statt.
Wir kommen am Union Square vorbei und begegnen immer wieder Gebäuden und Strassenzügen, die wir in Zeitschriften, Werbung und Filmen schon oft zu Gesicht bekommen haben. Die zum Teil ungeheuer steilen Strassen mit den Cable-Cars und die Ausblicke durch die Strassenschluchten sind genau so spannend, wie wir sie von den Abbildungen her kennen.
Cable-Car fahren ist leider unmöglich: weit über 100 m lange Warteschlangen an den Kopfstationen - und die Trämli sind so klein. Zusehen ist hier fast lustiger als selber mitfahren.
Es folgt der Fussmarsch zur berühmten Lombard-Street, wo die Autos in unmöglich steiler und enger Schlangenlinie an schönen Wohnhäusern und Blumengärten vorbei den Berg hinunterfahren. Völlig unnötig aber sehr komisch anzusehen.
Noch einmal geniessen wir den Rummel an der Fisherman's Wharf, bis es kühl, sogar fast kalt wird.
Ein ganz hervorragendes Nachtessen wird uns in einem eleganten, sehr gut besuchten, italienischen Restaurant serviert.

San Francisco




Freitag, 17. Oktober 1997; Amerikanisches Breakfast im chinesisch geführten Restaurant im Hotel. Dann geht es zu Fuss zur Market Street, einer sehr geschäftigen, endlos langen Einkaufsstrasse. Männer jeden Alters spielen Schach auf offener Strasse. Alles ist sehr lebendig und bevölkert. Nur die zahlreichen Verwahrlosten stören etwas den guten Eindruck von San Francisco.
Wir kaufen jede Menge Jean-Artikel zu sehr vernünftigen Preisen und schleppen sie zum Hotel zurück.
Weiter wandern wir zu Fuss auf den steilen Telegraph Hill. Es ist sehr schön sonnig aber relativ frisch. Es bietet sich ein sensationeller Rundblick vom Coit Tower über grosse Teile der Stadt und der Bucht, vorallem auch auf die Zuchthaus-Insel Alcatraz.
Der Spaziergang führt bis zur Fisherman's Wharf, einem Hafenbezirk mit vielen, kleinen Läden, Restaurants und einer Unmenge von Touristen.
Die zum Teil äusserst steilen Strassen von San Francisco gestalten den Rückmarsch etwas mühsam. Taxis - sofern überhaupt auszumachen - sind besetzt.
Am Abend beobachten wir von der Hotel-Dachterrasse die gigantischen Nebelschwaden, die von der Golden Gate Bridge her heraufziehen.
Das Nachtessen nehmen wir in einem der zahlreichen, chinesischen Restaurants ein, leider nicht gerade dem besten.
Nachts sitzen wir im Strassen-Café an der Montgomery Street und sehen bei feinem Espresso dem bunten Geschehen zu.

Santa Rosa - Highway No.1 - San Francisco




Donnerstag, 16. Oktober 1997; Am Morgen suchen wir den in der näheren Region liegenden Geysir, der dem Vernehmen nach regelmässig ausbricht. Trotz wiederholter Erkundigungen werden wir nicht fündig und brechen die Uebung nach zwei Stunden ab.
Als Ersatz für das Verpasste suchen wir den nahe unserer Route befindlichen Redwood-Wald auf, ein dichtes, dunkles Gehölz mit über 60 m hohen Riesenbäumen. Auch hier ein eindrückliches Naturerlebnis.
Die Fahrt geht weiter nach Bodega Bay, wo wir erstmals wieder auf das Meer und auf die Route No.1 stossen. Es ist ein netter Ort am Hang, wo Hitchcock seinerzeit den Film "The Birds" gedreht hat.
Es folgt eine Spazierfahrt der prachtvollen Küste entlang auf der berühmten Route No.1 Richtung Süden. In einem Kaff an der Strasse finden wir durch Zufall einen uralten Saloon mit der vollständigen, ursprünglichen Einrichtung.
Weiter dem Meer entlang erreichen wir einen weiteren Höhepunkt: die Einfahrt nach San Francisco über die Golden Gate Bridge ist schlichtweg gigantisch. Wir erleben die Passage bei schönstem Wetter und finden anschliessend das Hotel Holyday Inn ohne Umwege. Es steht mitten in China Town neben der berühmten Panamerica Pyramid und nahe der vielen, kleinen Läden und chinesischen Restaurants. Die Lage ist ideal für Ausflüge zu Fuss durch die halbe Stadt.
Wir finden ein kleines, herrliches, bumsvolles, italienisches Restaurant, wo wir sehr gut essen.

Lake Tahoe - Sacramento - Santa Rosa




Mittwoch, 15. Oktober 1997; Wunderschöne Fahrt dem Lake Tahoe entlang. Unterwegs besuchen wir die Ponderosa Ranch, die Filmstadt, die als Kulisse für die TV-Serie "Bonanza" gedient hat. Sehr fotogen.
Der Weg führt anschliessend nahe dem Scheidungsparadies Reno vorbei (grösste Kleinstadt der Welt genannt) und auf die Interstate 80. Wir fahren bis Sacramento, der Hauptstadt von Kalifornien. Es ist sehr warm unter einem sehr blauen Himmel. Wir spazieren durch den prachtvollen Capitol-Park mit seinen riesigen, alten Bäumen und den unzähligen Eichhörnchen, die dort andersfarbig sind als bei uns und Feh heissen. Das in der Sonne schneeweiss leuchtende Capitol erinnert an Washington.
Zu Fuss geht es nach Old Sacramento mit seinen schönen, alt gebliebenen Strassenzügen, Holztrottoirs und Läden, dem alten Raddampfer und den kaum weniger alten Eisenbahnzügen. Das Quartier versprüht viel Wildwest-Charme.
Wir brauchen eine gute Stunde um die Ausfahrt aus der Stadt durch den Feierabendverkehr zu finden. Wir verspäten uns, geniessen aber die schöne Fahrt durch die Weingegenden von Napa Valley. Bei Ankunft in Santa Rosa ist es dunkel.
Das Hotel Sonoma County Hilton finden wir nur mit Mühe und dank Nachfragen. Das Nachtessen im Hotel-Restaurant schmeckt uns umso mehr und der Rotwein aus der Gegend erst recht.